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![]() Stadt Laa/Land um LaaNachrichten aus Stadt und Land um LaaEin Stück Stacheldraht, das die Menschheit gegeiselt hatIn Erinnerung an den Fall des Eisernen Vorhanges vor 20 Jahren diskutierten am 17. 12. 2009 im Laaer Rathaus Politiker über die Perspektiven dieses Jahrhundert-Ereignisses. Auch der damalige Landeshauptmann Mag. Siegfried Ludwig war gekommen. Ludwig, der im Februar 84 wird, hatte selbst noch in Znaim maturiert, ehe er einrückte, in Kriegsgefangenschaft geriet und nach der Heimkehr nach Österreich übersiedelte. Bereits 1987 trug er in einem Kulturabkommen zum Neuaufbau des gegenseitigen Verständnisses zwischen der heutigen Tschechischen Republik und Österreich bei. Als dann der Vorhang fiel, gab es nur eine Seite, die das Geschehen des Jahres 1989 nicht fassen konnte: das tschechische Militär. Dr. Georg Stenitzer, ehemaliger Bürgermeister von Laa, schilderte den 17. 12. 1989 als „den schönsten Tag meiner Amtszeit”. Ein Stück des Stacheldrahtes, der damals Europa teilte, hat er bis heute aufgehoben, und er nennt die Trennung von 1949 ein schweres Verbrechen an der Menschheit. Von tschechischer Seite nahmen Botschafter Dr. Jan Koukal, Berater Prof. Tomáš Kosta und Oberst Dr. Peter Sikora am Empfang in Laa teil und betonten das Einigende. Probleme, welche die Beziehungen der beiden Länder heute belasten, kamen nur in einem Nebensatz zur Sprache: „Es gibt Parteien, die mehr an das Gestrige glauben als an die Zukunft”, umschrieb es Prof. Kosta höflich in akzentfreiem Deutsch. Eine Gedenktafel am alten Laaer Rathaus soll an den historischen Tag erinnern. „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg” heißt es darauf gemäß Mahatma Gandhi. Das alte Rathaus ist heute Südmährer-Heimatmuseum ... Erlesenes Juwel der lokalen OrgelbaukunstIn bemerkenswerten Konzerten entfaltet die Grenzland-Barockorgel in der Pfarrkirche Stronsdorf ihren vollen Klang. Zum Einsatz kommt dabei eines der schönsten historischen Instrumente des Landes: die gegen 1750 gebaute und zuletzt 1997 restaurierte Orgel des Brünner Meisters Jan Výmola. Die reich mit Schnitzwerk und Figuren verzierte Výmola-Orgel hatte ursprünglich 15 Register und war für eine größere Stiftskirche bei Ybbs entworfen worden. Auf seltsamen Wegen kam sie nach Stronsdorf und wurde dort vom Mistelbacher Orgelbauer Wenzel Ockenfuß erweitert und mit einem kleinen Positiv mit nur vier Registern an der Empore versehen. Somit besteht die Grenlandorgel eigentlich aus zwei Instrumenten mit 21 Registern, verteilt auf zwei Manuale und ein Pedal, die nicht zusammen spielbar sind. In einer Konzertreihe, die gewöhnlich Anfang Juni beginnt, intonieren Meister wie der bekannte Augsburger Organist Roland Götz auf der Stronsdorfer Výmola-Orgel Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Jahr 2011 finden wegen Revisionsarbeiten keine Konzerte statt. ![]() In der Pfarrkirche von Stronsdorf findet sich dieses bemerkenswerte Juwel der Orgelbaukunst. Klangprobe: Variationen von W. A. Mozart. |